Farn: Pflege, Arten & Gartengestaltung 2026 | palmenhandel.de
Farn im Garten: Standortwahl und Pflanzung
Die erfolgreiche Kultivierung von Farnen im Garten beginnt mit der richtigen Standortwahl. Diese uralten Gewächse bevorzugen schattige bis halbschattige Bereiche, wo sie vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sind. Besonders unter Bäumen oder an der Nordseite von Gebäuden fühlen sich diese Pflanzen wohl und entwickeln ihre charakteristischen Wedel prächtig.
Bodenbeschaffenheit und Vorbereitung
Für ein optimales Wachstum benötigen Farngewächse einen humusreichen, durchlässigen und leicht sauren Boden. Die ideale Erde sollte einen pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 aufweisen. Zudem ist es wichtig, dass der Boden Feuchtigkeit speichern kann, ohne dabei zu Staunässe zu neigen. Eine gute Mischung besteht aus:
- Kompostierte Lauberde (50%)
- Gartenerde (30%)
- Sand oder Perlite (20%)
Darüber hinaus empfiehlt es sich, vor der Pflanzung den Boden tiefgründig zu lockern und mit organischem Material anzureichern. Dies fördert nicht nur das Wurzelwachstum, sondern verbessert auch die Wasserspeicherfähigkeit des Substrats.
Pflanzzeit und Pflanztechnik
Die beste Zeit zum Pflanzen von Farnen ist das Frühjahr oder der frühe Herbst. Während dieser Perioden können die Pflanzen gut anwachsen, bevor extreme Wetterbedingungen eintreten. Beim Einpflanzen sollten Sie folgende Schritte beachten:
- Pflanzloch in doppelter Größe des Wurzelballens ausheben
- Drainageschicht aus Kies am Boden einbringen
- Pflanze einsetzen, sodass der Wurzelhals leicht über dem Bodenniveau liegt
- Mit vorbereiteter Erde auffüllen und leicht andrücken
- Gründlich wässern und mit Mulch abdecken
Fiktives Bild – Das Bild zeigt eine Auswahl verschiedener Farnarten mit unterschiedlichen Wedelstrukturen für besseren Vergleich.Zwischenfazit: Die richtige Standortwahl und sorgfältige Bodenvorbereitung sind entscheidend für gesunde Farnpflanzen im Garten.
Farn als Zimmerpflanze: Auswahl und Pflege
Als Zimmerpflanzen erfreuen sich Farngewächse zunehmender Beliebtheit. Sie bringen nicht nur tropisches Flair in die Wohnung, sondern verbessern auch das Raumklima durch ihre luftreinigende Wirkung. Allerdings stellen diese Pflanzen besondere Ansprüche an ihre Umgebung.
Geeignete Arten für Innenräume
Nicht alle Farnarten eignen sich gleichermaßen für die Zimmerhaltung. Folgende Arten haben sich als besonders robust erwiesen:
- Nestfarn (Asplenium nidus): Mit seinen glatten, ungeteilten Wedeln ideal für Anfänger
- Schwertfarn (Nephrolepis): Klassischer Zimmerfarn mit überhängenden Wedeln
- Geweihfarn (Platycerium): Außergewöhnliche Erscheinung, benötigt höhere Luftfeuchtigkeit
- Frauenhaarfarn (Adiantum): Zierliche Wedel, etwas anspruchsvoller in der Pflege
Optimale Bedingungen im Innenraum
Zimmerfarne benötigen besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich der Luftfeuchtigkeit. Während die meisten Wohnräume eine relative Luftfeuchtigkeit von 40-50% aufweisen, bevorzugen diese Gewächse Werte zwischen 60-80%. Dies lässt sich durch verschiedene Maßnahmen erreichen:
- Regelmäßiges Besprühen der Wedel mit kalkarmem Wasser
- Aufstellen auf mit Wasser gefüllten Kiesschalen
- Verwendung von Luftbefeuchtern
- Gruppierung mehrerer Pflanzen zur Erhöhung der lokalen Luftfeuchtigkeit
Außerdem sollten Zimmerfarne niemals direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Ein Standort mit hellem, aber indirektem Licht ist optimal. Nordfenster oder Standorte einige Meter vom Fenster entfernt eignen sich besonders gut.
Bewässerung und Düngung von Zimmerfarn
Die richtige Bewässerung ist entscheidend für die Gesundheit von Zimmerfarn. Das Substrat sollte stets leicht feucht gehalten werden, ohne dass Staunässe entsteht. Im Sommer ist häufigeres Gießen erforderlich als im Winter. Verwenden Sie idealerweise kalkarmes oder abgestandenes Leitungswasser.
Bezüglich der Düngung gilt: Weniger ist mehr. Eine monatliche Gabe von verdünntem Flüssigdünger während der Wachstumsperiode von März bis September ist ausreichend. Im Winter sollte die Düngung eingestellt werden, da die Pflanzen in dieser Zeit ruhen.
Zwischenfazit: Mit der richtigen Auswahl und angepasster Pflege können Farngewächse auch in Innenräumen prächtig gedeihen.
Vermehrung von Farnpflanzen
Die Vermehrung von Farnen kann auf verschiedene Weisen erfolgen. Während die natürliche Vermehrung über Sporen erfolgt, nutzen Hobbygärtner meist einfachere vegetative Methoden.
Teilung des Wurzelstocks
Die einfachste Methode zur Vermehrung ist die Teilung des Rhizoms. Dies funktioniert besonders gut bei größeren, etablierten Pflanzen. Der beste Zeitpunkt für diese Maßnahme ist das Frühjahr, wenn die Pflanze aus der Winterruhe erwacht. Dabei wird der Wurzelballen vorsichtig geteilt, wobei jedes Teilstück mindestens drei bis fünf Wedel besitzen sollte.
Vermehrung durch Sporen
Die Sporenvermehrung ist zwar aufwendiger, aber biologisch interessant. Reife Sporen befinden sich auf der Unterseite der Wedel in kleinen braunen Punkten, den Sporangien. Diese können gesammelt und auf feuchtem Substrat ausgesät werden. Allerdings benötigt diese Methode viel Geduld, da es Monate dauern kann, bis sich junge Pflänzchen entwickeln.
Brutknöllchen und Ableger
Einige Farnarten bilden Brutknöllchen oder Ableger an den Wedeln oder am Rhizom. Diese können vorsichtig abgetrennt und separat eingepflanzt werden. Der Schwertfarn beispielsweise bildet häufig solche Ableger, die sich leicht bewurzeln lassen.
Zwischenfazit: Die Vermehrung von Farngewächsen ist durch verschiedene Methoden möglich, wobei die Teilung die einfachste und schnellste Variante darstellt.
Häufige Probleme und Schädlinge bei Farnen
Obwohl Farnpflanzen relativ robust sind, können verschiedene Probleme auftreten. Die rechtzeitige Erkennung und Behandlung ist wichtig für die Gesundheit der Pflanzen.
Braune oder gelbe Wedel
Verfärbungen der Wedel sind häufig ein Zeichen für Pflegefehler. Braune Spitzen deuten meist auf zu niedrige Luftfeuchtigkeit hin, während gelbe Wedel auf Überwässerung oder Nährstoffmangel hinweisen können. Auch direktes Sonnenlicht kann zu Verbrennungen führen, die sich durch braune Flecken zeigen.
Schädlingsbefall
Farne können von verschiedenen Schädlingen befallen werden:
- Schildläuse: Kleine, braune Erhebungen auf Wedeln und Stielen
- Spinnmilben: Feine Gespinste und punktierte Blätter bei niedriger Luftfeuchtigkeit
- Blattläuse: Vor allem an jungen Wedeln sichtbar
- Trauermücken: Kleine schwarze Fliegen, deren Larven die Wurzeln schädigen
Bei Befall empfiehlt sich zunächst das Abspülen der Pflanze mit lauwarmem Wasser. Hartnäckigere Probleme können mit natürlichen Mitteln wie Neemöl oder Schmierseifenlösungen behandelt werden.
Wurzelfäule durch Staunässe
Staunässe ist einer der häufigsten Gründe für das Absterben von Farnpflanzen. Die Wurzeln beginnen zu faulen, was sich durch einen unangenehmen Geruch und matschige, braune Wurzeln zeigt. In diesem Fall sollte die Pflanze umgehend umgetopft und beschädigte Wurzelteile entfernt werden.
Fiktives Bild – Das Bild zeigt die Pflege eines Zimmerfarns mit Wassersprüher, um Luftfeuchtigkeit und Gesundheit zu fördern.Zwischenfazit: Viele Probleme bei Farnen lassen sich durch optimierte Pflegebedingungen vermeiden oder frühzeitig behandeln.
Farn in der Gartengestaltung: Kreative Einsatzmöglichkeiten
Farngewächse bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten im Garten. Ihre strukturgebenden Wedel und die Vorliebe für schattige Standorte machen sie zu wertvollen Elementen in der Gartenplanung.
Schattengärten und Waldgärten
In schattigen Gartenbereichen, wo viele Blühpflanzen nicht gedeihen, zeigen Farnpflanzen ihre Stärken. Sie können als Bodendecker eingesetzt werden oder in Kombination mit anderen Schattenstauden wie Funkien, Astilben und Bergenien wirkungsvolle Kompositionen bilden. Besonders reizvoll ist die Kombination verschiedener Farnarten mit unterschiedlichen Wedelformen und -farben.
Teichrandbepflanzung
Die natürliche Affinität zu feuchten Standorten macht Farngewächse zu idealen Begleitern für Teichanlagen. Am Uferbereich gepflanzt, schaffen sie einen natürlichen Übergang zwischen Wasser und Land. Besonders der Königsfarn (Osmunda regalis) eignet sich hervorragend für solche Standorte und kann beeindruckende Höhen erreichen.
Steingärten und Mauerfugen
Kleinere Arten wie der Mauerraute-Streifenfarn (Asplenium trichomanes) besiedeln in der Natur Felsspalten und Mauerfugen. Im Garten können sie gezielt in Trockenmauern oder Steingärten eingesetzt werden, wo sie mit ihren zierlichen Wedeln interessante Akzente setzen.
Unterpflanzung von Gehölzen
Unter Bäumen und großen Sträuchern finden Farnpflanzen ideale Bedingungen. Sie profitieren vom Schatten und dem herabfallenden Laub, das als natürlicher Mulch und Nährstoffquelle dient. Gleichzeitig bedecken sie kahle Bodenflächen und verhindern Unkrautwuchs.
Zwischenfazit: Farngewächse sind vielseitige Gestaltungselemente, die besonders in schattigen Gartenbereichen ihre Stärken ausspielen.
Winterharte Farnarten für den Garten
Für die dauerhafte Kultivierung im Garten sind winterharte Arten besonders interessant. Diese überstehen Frost problemlos und treiben im Frühjahr zuverlässig wieder aus.
Heimische winterharte Arten
Deutschland beheimatet zahlreiche winterharte Farnarten, die sich hervorragend für den Garten eignen:
- Wurmfarn (Dryopteris filix-mas): Robuste Art für schattige Bereiche
- Rippenfarn (Blechnum spicant): Immergrün mit aufrechten Wedeln
- Tüpfelfarn (Polypodium vulgare): Wächst auch auf Baumstümpfen
- Frauenfarn (Athyrium filix-femina): Zierliche, filigrane Wedel
Exotische winterharte Arten
Neben heimischen Arten gibt es auch exotische Farngewächse, die in unseren Breiten winterhart sind. Der Japanische Regenbogenfarn (Athyrium niponicum) beispielsweise beeindruckt durch seine silbrig-roten Wedel und verträgt Temperaturen bis -20°C.
Winterschutz und Überwinterung
Obwohl viele Arten winterhart sind, profitieren sie von einem leichten Winterschutz. Eine Mulchschicht aus Laub oder Rindenmulch schützt das Rhizom vor strengem Frost. Immergrüne Arten sollten an frostfreien Tagen gewässert werden, da sie auch im Winter Wasser benötigen.
Zwischenfazit: Winterharte Farnarten ermöglichen eine dauerhafte Bepflanzung und bereichern den Garten ganzjährig mit ihrem Grün.
Farn kaufen: Worauf Sie achten sollten
Beim Kauf von Farnpflanzen gibt es einige wichtige Aspekte zu beachten, um gesunde und gut entwickelte Exemplare zu erwerben.
Qualitätsmerkmale gesunder Pflanzen
Achten Sie beim Kauf auf folgende Merkmale:
- Kräftig grüne, unbeschädigte Wedel
- Keine Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten
- Gut durchwurzelter, aber nicht überwurzelter Topfballen
- Mehrere frische Austriebe am Rhizom
- Keine braunen oder welken Wedel
Kaufzeitpunkt und Transport
Der beste Zeitpunkt für den Kauf von Gartenfarn ist das Frühjahr, da die Pflanzen dann optimal anwachsen können. Zimmerfarne können ganzjährig erworben werden. Beim Transport sollten die Pflanzen vor Wind und extremen Temperaturen geschützt werden.
Online-Kauf versus Fachhandel
Sowohl der Online-Kauf als auch der Kauf im Fachhandel haben Vor- und Nachteile. Im Fachhandel können Sie die Pflanzen direkt begutachten und sich beraten lassen. Online-Shops bieten hingegen oft eine größere Auswahl und spezialisierte Arten. Achten Sie bei Online-Bestellungen auf seriöse Anbieter mit guten Bewertungen.
Zwischenfazit: Der Kauf gesunder, qualitativ hochwertiger Pflanzen ist die Grundlage für erfolgreiche Kultivierung.
Besondere Farnarten und ihre Eigenschaften
Neben den gängigen Arten gibt es zahlreiche besondere Farngewächse mit außergewöhnlichen Eigenschaften.
Azolla: Der schwimmende Wasserfarn
Azolla ist ein faszinierender Wasserfarn, der auf der Wasseroberfläche schwimmt. Er bildet dichte Teppiche und wird häufig in Aquarien oder Gartenteichen eingesetzt. Besonders interessant ist seine Symbiose mit Cyanobakterien, die Stickstoff aus der Luft binden können.
Baumfarne: Giganten aus der Urzeit
Baumfarne wie Dicksonia antarctica können mehrere Meter hoch werden und verleihen dem Garten ein urweltliches Flair. Sie benötigen allerdings frostfreie Überwinterung oder zumindest guten Winterschutz in milden Regionen.
Hirschzungenfarn: Glatte Eleganz
Der Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium) unterscheidet sich durch seine ungefiederten, zungenförmigen Wedel von den meisten anderen Arten. Er ist winterhart und eignet sich besonders für kalkhaltige Böden.
Geweihfarn: Exotische Zimmerpflanze
Der Geweihfarn ist eine epiphytische Art, die in der Natur auf Bäumen wächst. Als Zimmerpflanze wird er häufig an Holzbrettern befestigt kultiviert. Seine ungewöhnliche Wuchsform macht ihn zu einem echten Blickfang.
Zwischenfazit: Die Vielfalt der Farnarten bietet für jeden Geschmack und jeden Standort passende Pflanzen.
Farn im Topf: Kultivierung auf Balkon und Terrasse
Auch ohne Garten lassen sich Farngewächse erfolgreich kultivieren. Die Topfkultur auf Balkon oder Terrasse ermöglicht flexible Gestaltungsmöglichkeiten.
Geeignete Arten für die Topfkultur
Für die Kultivierung im Topf eignen sich besonders kompakte Arten:
- Schwertfarn in verschiedenen Sorten
- Nestfarn für geschützte Standorte
- Japanischer Regenbogenfarn als Blickfang
- Verschiedene Polypodium-Arten
Topfauswahl und Substrat
Der Topf sollte ausreichend groß sein und über Drainagelöcher verfügen. Als Substrat eignet sich eine Mischung aus Blumenerde, Kompost und Perlite. Eine Drainageschicht am Topfboden verhindert Staunässe.
Standort und Pflege im Topf
Auf Balkon und Terrasse benötigen Topffarne einen schattigen bis halbschattigen Standort. Direkte Mittagssonne sollte vermieden werden. Die Bewässerung muss regelmäßig erfolgen, da Topfpflanzen schneller austrocknen als Gartenpflanzen. Im Winter sollten nicht winterharte Arten ins Haus geholt werden.
Zwischenfazit: Die Topfkultur ermöglicht auch ohne Garten die erfolgreiche Kultivierung von Farngewächsen.
Ökologische Bedeutung von Farnen
Farnpflanzen spielen eine wichtige Rolle in verschiedenen Ökosystemen und bieten zahlreiche ökologische Vorteile.
Lebensraum für Tiere
Die dichten Wedel bieten Unterschlupf für verschiedene Kleintiere, Insekten und Amphibien. In naturnahen Gärten tragen sie zur Biodiversität bei und fördern das ökologische Gleichgewicht.
Bodenschutz und Erosionsvermeidung
Durch ihr flaches Wurzelsystem und die dichte Bedeckung des Bodens schützen Farngewächse vor Erosion. Sie stabilisieren Hänge und verhindern das Ausschwemmen von Nährstoffen.
Luftreinigung und Klimaverbesserung
Wie alle Pflanzen produzieren auch Farne Sauerstoff und binden CO2. Zimmerfarne können zudem Schadstoffe aus der Raumluft filtern und das Raumklima verbessern.
Zwischenfazit: Farngewächse leisten wichtige ökologische Beiträge und fördern die Biodiversität im Garten.
Geschichte und kulturelle Bedeutung
Farnpflanzen haben eine lange Geschichte und spielten in verschiedenen Kulturen eine wichtige Rolle.
Evolutionäre Entwicklung
Farne gehören zu den ältesten Landpflanzen und existieren seit etwa 400 Millionen Jahren. Im Karbon bildeten baumhohe Farnwälder die Grundlage für heutige Kohlevorkommen.
Symbolik und Mythologie
In vielen Kulturen wurden Farnen magische Eigenschaften zugeschrieben. Die Farnblüte, obwohl Farne nicht blühen, war Gegenstand zahlreicher Legenden. In der Maori-Kultur Neuseelands spielen Farnmotive eine wichtige Rolle.
Verwendung in Kunst und Design
Die elegante Form der Farnwedel inspiriert seit jeher Künstler und Designer. Farnmotive finden sich in der Jugendstilkunst, in Tattoos und in modernen Designs. Die Fibonacci-Spirale der sich entrollenden Wedel fasziniert Mathematiker und Künstler gleichermaßen.
Zwischenfazit: Die lange Geschichte und kulturelle Bedeutung machen Farngewächse zu mehr als nur Zierpflanzen.
Häufig gestellte Fragen zu Farnpflanzen
Was ist Farn und wie unterscheidet er sich von anderen Pflanzen?
Farn ist eine uralte Pflanzengruppe, die zu den Sporenpflanzen gehört. Im Gegensatz zu Blütenpflanzen bilden Farngewächse keine Samen, sondern vermehren sich über Sporen, die auf der Unterseite der Wedel gebildet werden. Sie besitzen charakteristische gefiederte Blätter und ein meist unterirdisches Rhizom als Sprossachse.
Ist Farn giftig für Katzen und Hunde?
Die meisten Farnarten sind für Haustiere ungiftig oder nur leicht giftig. Der Adlerfarn kann allerdings bei übermäßigem Verzehr zu Verdauungsproblemen führen. Generell sollten Sie darauf achten, dass Ihre Tiere nicht ständig an den Pflanzen knabbern. Bei Unsicherheit bezüglich einer bestimmten Art konsultieren Sie am besten einen Tierarzt.
Wie pflegt man Farn richtig?
Farnpflanzen benötigen einen schattigen bis halbschattigen Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit. Das Substrat sollte gleichmäßig feucht gehalten werden, ohne dass Staunässe entsteht. Regelmäßiges Besprühen der Wedel fördert die Vitalität. Eine leichte Düngung während der Wachstumsperiode und das Entfernen verwelkter Wedel runden die Pflege ab.
Wo wächst Farn am besten?
Farngewächse bevorzugen schattige bis halbschattige Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit. In der Natur finden sie sich häufig in Wäldern, an Bachläufen und in feuchten Schluchten. Im Garten eignen sich Bereiche unter Bäumen, an der Nordseite von Gebäuden oder am Teichrand. Als Zimmerpflanze sollten sie vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.
Kann man Farn essen?
Einige Farnarten werden in verschiedenen Kulturen als Nahrungsmittel genutzt. Besonders die jungen, noch eingerollten Wedel des Straußenfarns gelten als Delikatesse. Allerdings sollten nur eindeutig bestimmte Arten verzehrt werden, da manche Farngewächse giftige Substanzen enthalten. Der Adlerfarn beispielsweise sollte nicht gegessen werden.
Wann sollte man Farn schneiden?
Verwelkte oder braune Wedel können ganzjährig entfernt werden. Der beste Zeitpunkt für einen größeren Rückschnitt ist das Frühjahr, bevor die neuen Wedel austreiben. Bei immergrünen Arten sollte nur abgestorbenes Material entfernt werden. Laubabwerfende Arten können im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr bodennah zurückgeschnitten werden.
Ist Farn giftig für Hunde?
Die meisten Farnarten sind für Hunde nicht oder nur leicht giftig. Ausnahmen bilden der Adlerfarn und einige andere Arten, die bei übermäßigem Verzehr zu Vergiftungserscheinungen führen können. Symptome können Erbrechen, Durchfall oder Appetitlosigkeit sein. Im Zweifelsfall sollten Sie einen Tierarzt konsultieren.
Wie erkennt man verschiedene Farnarten?
Farnarten lassen sich anhand verschiedener Merkmale unterscheiden: die Form und Fiederung der Wedel, die Anordnung der Sporangien auf der Blattunterseite, die Wuchsform und -höhe sowie die Beschaffenheit des Rhizoms. Auch die Standortpräferenzen geben Hinweise. Bestimmungsbücher oder Apps können bei der genauen Identifikation helfen.
Wie pflanzt man Farn im Garten richtig?
Wählen Sie einen schattigen Standort mit humusreichem, durchlässigem Boden. Heben Sie ein Pflanzloch aus, das doppelt so groß wie der Wurzelballen ist. Setzen Sie die Pflanze so ein, dass der Wurzelhals leicht über dem Bodenniveau liegt. Füllen Sie mit vorbereiteter Erde auf, drücken Sie diese leicht an und wässern Sie gründlich. Eine Mulchschicht schützt vor Austrocknung.
Wie gießt man Farn richtig?
Farngewächse benötigen gleichmäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe. Gießen Sie regelmäßig, sodass das Substrat nie vollständig austrocknet. Verwenden Sie idealerweise kalkarmes oder abgestandenes Wasser. Im Sommer ist häufigeres Gießen erforderlich als im Winter. Zusätzliches Besprühen der Wedel erhöht die Luftfeuchtigkeit und fördert die Vitalität der Pflanzen.
Fazit: Farnpflanzen als Bereicherung für Garten und Wohnraum
Farngewächse sind faszinierende Pflanzen, die durch ihre Vielfalt, Anpassungsfähigkeit und ästhetische Wirkung überzeugen. Ob im schattigen Gartenbeet, als Teichrandbepflanzung oder als elegante Zimmerpflanze – diese uralten Gewächse bereichern jeden Standort mit ihrem charakteristischen Grün.
Die Pflege von Farnen ist dabei weniger kompliziert als oft angenommen. Mit dem richtigen Standort, ausreichender Feuchtigkeit und etwas Aufmerksamkeit entwickeln sich die Pflanzen prächtig. Besonders ihre Robustheit und die Vielfalt an winterharten Arten machen sie zu wertvollen Dauergästen im Garten.
Darüber hinaus leisten Farnpflanzen wichtige ökologische Beiträge: Sie bieten Lebensraum für Tiere, schützen den Boden vor Erosion und verbessern das Mikroklima. In Zeiten zunehmender Verstädterung und Flächenversiegelung gewinnen solche naturnahen Gestaltungselemente an Bedeutung.
Für das Jahr 2026 und darüber hinaus lässt sich festhalten: Farngewächse werden auch weiterhin eine wichtige Rolle in der Gartengestaltung und als Zimmerpflanzen spielen. Ihre zeitlose Eleganz, kombiniert mit ökologischem Mehrwert, macht sie zu unverzichtbaren Begleitern für alle Pflanzenliebhaber.
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Quellenverzeichnis
- Farn Steckbrief – grüne-wurzel
- Farn: pflanzen, vermehren, giftig – [SCHÖNER WOHNEN]
- Farne pflanzen und pflegen im Garten und im Innenbereich – DEAVITA
- Farn als Garten- und Zimmerpflanze: Tipps zur Pflanzung & Pflege
- Farne – Wikipedia
- Tierfreundliche Pflanzen für Ihr Zuhause – Compo
- Achtung: diese 3 Farne sind giftig – Hortica.de
- Gibt es essbare Farne oder ist das ein Survival Mythos?
- Adlerfarn – Wikipedia
- Genanalyse enthüllt Entwicklungsgeschichte der Farne – Scinexx

